Unterhaltsrechner

Unterhaltsverpflichtung oder Unterhaltsanspruch online ausrechnen!

Wieviel Unterhalt muss ich zahlen oder wieviel Unterhalt bekomme ich?

Wenn es um Unterhalt geht, dann dann handelt es sich in den meisten Fällen entweder um den Unterhalt nach einer Scheidung oder um den Elternunterhalt für die Eltern. Die Unterhaltsrechner auf dieser Seite helfen Ihnen den jeweiligen Unterhaltsanspruch zu berechnen.

Unterhaltsrechner

EURO
Monatliches Nettoeinkommen der Unterhaltspflichtigen.
EURO
Monatliches Nettoeinkommen des Unterhaltsempfängers.

Wie funktioniert der Unterhaltsrechner?

Der Unterhaltsrechner berechnet die Unterhaltskosten bei einer Scheidung. Geben Sie dazu in die Felder das Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen und das Nettoeinkommen des Unterhaltsempfängers ein. Danach wählen Sie die Altersklassen der bei der Unterhaltsberechnung zu berücksichtigenden Kinder aus. Nach einem Klick auf die Schaltfläche Unterhaltsanspruch berechnen errechnet der Unterhaltsrechner die Unterhaltsansprüche für Kinder und Ehegatten und gibt diese als Ergebnis aus.

Unterhalt nach der Scheidung / Trennung

Der Unterhalt nach einer Scheidung setzt sich aus dem Unterhalt für den Ehegatten und ggf. den Unterhalt für die gemeinsamen Kinder zusammen. Ein Ehegattenunterhalt kann vertraglich durch den Ehevertrag ausgeschlossen werden. Beim Unterhalt für die Kinder ist dies nicht möglich. Unterhalt ist nur dann zu leisten, wenn das Einkommen des Unterhaltspflichtigen über der Selbstbehaltsgrenze (die sich am Existenzminimum orientiert) liegt. Die Selbstbehaltsgrenze kann der so genannten Düsseldorfer Tabelle entnommen werden. Die Düsseldorfer Tabelle hat zwar keine Gesetzeskraft aber stellt eine Richtlinie dar, an der sich die Familiengerichte in Deutschland orientieren, um die Unterhaltsrechtsprechung zu standardisieren. Hier können alle aktuellen relevanten Größen zur Unterhaltsberechnung entnommen werden. Der Unterhalt für die Kinder hat Vorrang vor dem Ehegattenunterhalt. Beim Ehegattenunterhalt besteht auch nur dann ein Unterhaltsanspruch, wenn der Unterhaltspflichtige ein höheres Einkommen als der Ehegatte hat. Bei etwa gleich hohen Einkommen ist ein Unterhalt für den Ehegatten nicht zu leisten.

Wie berechnet sich der Familienunterhalt?

Ausgangspunkt ist das Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen. Von diesem wird eine 5%ige Pauschale für berufsbedingte Kosten (Minimal 50 €, Maximal 150 €) abgezogen. Höhere Kosten müssen dem Unterhaltsgericht nachgewiesen werden, damit sie voll in Abzug gebracht werden können. Das Nettoeinkommen des Unterhaltsempfängers wird für die spätere Berechnung auf die gleiche Art und Weise bereinigt. Des bereinigte anrechenbare Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen wird gemäß der Düsseldorfer Tabelle eine Einkommensstufe zugeordnet. Für diese Einkommensstufe können der Düsseldorfer Tabelle die Unterhaltsbeträge für die Kinder abgelesen werden. Von den Unterhaltsbeträgen für die Kinder unter 18 Jahren wird jeweils die Hälfte des Kindergelds abgezogen, bei Kindern ab 18 Jahren wird das volle Kindergeld vom jeweiligen Unterhaltsbetrag abgezogen.

Der notwendige Eigenbedarf des Unterhaltspflichtigen nach Düsseldorfer Tabelle (auch Selbstbehalt genannt) liegt bei 1000 €. Die Differenz zwischen dem anrechenbaren Einkommen und dem Selbstbehalt bilden die Verteilungsmasse, die vom Unterhaltspflichtigen maximal als Unterhalt geleistet werden kann. Wenn die errechneten Unterhaltsleistungen für die Kinder die Verteilungsmasse übersteigen, dann werden die einzelnen Unterhaltsbeträge der Kinder durch einen Faktor reduzuiert, so dass die Verteilungsmasse genau ausgeschöpft wird.

Bleibt nach den Unterhaltszahlungen an die Kinder noch ein Rest bei der Verteilungsmasse übrig, dann kann der Ehegattenunterhalt berechnet werden. Die Höhe des Ehegattenunterhalts beträgt 3/7 der Differenz auf dem Resteneinkommen des Unterhaltspflichtigen und dem bereinigten Nettoeinkomnmen des Unterhaltsempfängers. Jedoch darf das Existenzminium des Unterhaltspflichtigen nicht unterschritten werden, so dass der Unterhaltsbetrag für den Unterhaltsempfänger ggf. gekappt wird.

Elternunterhalt

Nicht nur Eltern sind zum Unterhalt ihrer Kinder verpflichtet. Auch Kinder können zur Unterhaltsleistung an Ihre Eltern herangezogen werden. Dies ergibt sich aus den §1601 und §1602 BGB. Wie kann es dazu kommen? Wird ein Elternteil pflegebedürftig und muss in ein Altenheim oder Pflegeheim, dann entstehen enorme Kosten. Das eigene Einkommen und das was die gesetzliche Pflegeversicherung von den Kosten abdeckt reicht in der Regel nicht aus. Die Lücke wird zunächst vom Sozialamt ausgeglichen, aber es kann sein, dass das Sozialamt bei den Kindern die erbrachten Leistungen zurückfordert. Dies hängt natürlich von den Einkommens- und Vermögensverhältnissen der Kinder ab. Es können zudem Kinder im direkten Verwandschaftsverhältnis zur Kasse gebeten werden.

Hier finden Sie demnächst einen Unterhaltsrechner für den Elternunterhalt

Wie wird der Elternunterhalt berechnet?

Nettolohn des Unterhaltspflichtigen werden zunächst bestimmte Aufwendungen, z. B. für Krankenvorsorge, Altersvorsorge (mindestens 5% des Bruttolohns) und berufsbezogene Aufwendungen (pauschal 5 %) abgezogen. Wenn Unterhaltspflichten für Kinder bestehen werden die entsprechenden Beträge zum Familienunterhalt abgezogen. Schließlich wird ein Selbstbehalt von 1600 € zzgl. ggf. 1290 € für den Ehegatten abgezogen. Bei Familien erhöht sich der Selbstbehalt um 10%. Falls die Warmmiete 450 € (+350 € bei Ehegatten) übersteigt, wird der übersteigende Teil dem Selbstbehalt zugeschlagen. Bei selbstgenutzten Immobilien muss ein Wohnwert berechnet werden der dem Einkommen hinzugerechnet wird. Bei einer Belastung der Immobilie und hohen Zins- und Tilgungskosten kann der Wohnwert auch negativ sein. Sofern das Einkommen eines Unterhaltspflichtigen nicht ausreicht, kann auch auf das Vermögen zurückgegriffen werden. Hier gibt es jedoch Freibeträge. Ein Unterhaltsrechner für den Elternunterhalt folgt auf dieser Seite in Kürze.